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Interview mit Dr. Marcin Wiatr für polnische Zeitschrift Nowa Europa Wschodnia über den Plan eines gemeinsamen polnisch-ukrainischen Geschichtsschulbuchs

Für die polnische Zeitschrift Nowa Europa Wschodnia sprach Aureliusz Pędziwol mit Dr. Marcin Wiatr, Co-Sekretär der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, über das im Rahmen des Projekts »Transnationale Geschichte unterrichten: Deutschland – Polen – Ukraine« geplante polnisch-ukrainische Schulbuch und den Beitrag deutscher Forscher*innen.

Im Austausch mit Pędziwol berichtet Wiatr von der Initiationsphase des trilateralen Schulbuchprojekts und spricht über den geplanten Projektverlauf sowie die Rolle der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission als Initiatorin des Vorhabens. Wiatr betont die Dringlichkeit des Projekts im Zuge des russischen Invasionskriegs in der Ukraine und das sich daraus ergebende, im Vergleich zum deutsch-polnischen Geschichtsschulbuch beschleunigte Tempo: Nach Konferenzen in Berlin (November 2026), Warschau (2027) und Kyjiw (2028) sollen Empfehlungen für ein Polnisch-Ukrainisches Geschichtsschulbuch veröffentlicht werden. Bei Erhalt dieses Tempos sei vielleicht bereits kurz nach 2030 mit einem ersten Band des Schulbuchs zu rechnen. Parallel sollen Unterrichtsmaterialien zu einzelnen Themen entwickelt werden. Nicht zu unterschätzen sei die Gefahr russischer Einflussnahme auf das Projekt: »Wenn es Pol*innen und Ukrainer*innen nicht gelingt, ein gemeinsames Geschichtslehrbuch zu verfassen, werden sich andere daran machen. Und das werden keine Unterstützer der polnisch-ukrainischen Versöhnung sein.«

Der polnischsprachige Artikel kann hier nachgelesen werden: https://new.org.pl/5783,polacy_i_ukraincy_napisza_wspolny_podrecznik.html

Der Artikel erscheint ebenfalls in ukrainischer Übersetzung im Lwiwer Online-Nachrichtenmagazin Zadix.net: https://zaxid.net/polyaki_ta_ukrayintsi_napishut_spilniy_pidruchnik_n1633281