Rückblick auf die Veranstaltung zum bilateralen Geschichtsschulbuch „Europa – Unsere Geschichte“ in der Botschaft der Republik Polen in Berlin
Am 18. März 2026 fand in der Botschaft der Republik Polen in Berlin eine sehr prominente und bestens besuchte Abendkonferenz zum deutsch-polnischen Geschichtslehrwerk statt. Unter dem Titel »Das deutsch-polnische Schulbuch ›Europa – Unsere Geschichte‹ – Praktische Anwendung« lud Jan Tombiński, Geschäftsträger a.i. der Republik Polen in Deutschland, zu einer Diskussion über die Möglichkeiten der konkreten Implementierung des Lehrbuchs im Geschichtsunterricht ein.
Nach der Vorstellung von »Europa – Unsere Geschichte / Europa. Nasza historia« durch Prof. Dr. Igor Kąkolewski und Dr. Marcin Wiatr im Beisein von Henryka Mościcka-Dendys, Leiterin des Auswärtigen Dienstes und Generaldirektorin im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen, folgte eine Paneldiskussion. Daniel Freudenreich, Joanna Pick, Stephan Thelig kamen als Mitglieder des Lehrkräfte-Arbeitskreises an der Kommission mit Alexander Kliymuk und Lukas Wieczorek vom Pilecki-Institut ins Gespräch über die praktische Anwendung des Lehrbuchs im Geschichtsunterricht. Dabei sind sowohl ermunternde Erfahrungen als auch Herausforderungen benannt worden, die bei der Nutzung von Bildungsmedien, die besondere Anforderungen an Lehrkräfte wie Lernende stellen, eine Rolle spielen. Zugleich ist deutlich geworden, dass „Europa – Unsere Geschichte“ im deutsch-polnischen Schüler- und Jugendaustausch immer intensiver genutzt wird, von dem bilateralen Produkt aber auch wichtige Impulse über den deutsch-polnischen Kontext hinausgehen, insbesondere in Richtung Ost- und Ostmitteleuropa. Darüber hinaus besteht – wie das Grußwort der polnischen Ministerin deutlich gemacht hat – auch internationales Interesse am „europäischen Produkt zur historischen Wissensvermittlung“, wie jüngst etwa aus Kanada und den USA.
Die Vertreterin der polnischen Regierung hat bei der Veranstaltung ihr ausdrückliches Interesse an einer verstärkten Verbreitung der Schulbuchreihe im schulischen Kontext bekräftigt und zugleich die Bereitschaft signalisiert, mit der Kommission über entsprechende Förderformate in den Austausch zu treten. Ein wichtiges, ermutigendes Zeichen für eine Intensivierung des bilateralen Wissenschaftsdialogs.