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  • ‚Europa – Unsere Geschichte‘ nun auch in Polen gewürdigt

    Foto: Andreas Palluch

    Das gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuch „Europa – Unsere Geschichte / Europa. Nasza historia“ wurde von der Polnischen Akademie der Gelehrsamkeit (Polska Akademia Umiejętności – PAU) in Krakau ausgezeichnet.

    Die vierbändige Lehrwerkreihe für junge Deutsche und Polen behandelt die europäische und Globalgeschichte aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt die Verflechtungen der europäischen Gesellschaften untereinander. Die Außenminister Polens und Deutschlands beauftragten die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission, ein Konzept für ein gemeinsames Schulbuch zu entwickeln. Die Arbeit an den vier Bänden des Schulbuchs wurde von Expert:innen und Pädagog:innen aus der Schulbuchkommission geleitet und geprägt sowie vom Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (heute Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut) in Braunschweig und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften koordiniert.

  • »Die Gegenwart der Vergangenheit in Museen und Gedenkstätten«: Tagung in Berlin und Ravensbrück

    Fotografie: „Die Tragende“, Skulptur von Will Lammert, am Schwedt-See mit Blick auf die Stadt Fürstenberg. Fotografin: © Britta Pawelke, Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, 2009

    Erinnerungspraktiken sind mit der fortlaufenden Aufgabe konfrontiert, sich im Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen selbst zu hinterfragen und zu aktualisieren. Mit der vom 23.-25.05.2024 auf dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück stattfindenden Konferenz der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen und Gemeinsamen Deutsch-Tschechischen Schulbuchkommissionen zum Thema „Die Gegenwart der Vergangenheit in Museen und Gedenkstätten“ soll ein Beitrag zur Diskussion dieser stetig stattfindenden Erinnerungsarbeit geleistet werden.

  • Workshops beim Seminar „Ukraine – Polen – Deutschland: Europäische Geschichte im Trialog“ in Wiesbaden

    Die 2022 durch die breitflächige russische Invasion gegen die Ukraine eingeleitete „Zeitenwende“ stellte für die westeuropäischen Gesellschaften eine überraschendere Entwicklung dar als für diejenigen in Ostmitteleuropa. Das hängt auch mit dem anders geformten historischen Bewusstsein und den unterschiedlichen Blickwinkeln auf die europäische Geschichte zusammen. Im vom 28. bis 29. Juni 2024 in Wiesbaden stattfindenden Seminar „Ukraine – Polen – Deutschland: Europäische Geschichte im Trialog“ soll ein Austausch darüber stattfinden, wie im Kontext der neuen Herausforderungen an Europa ein Geschichtsunterricht zu Osteuropa aussehen könnte.

  • Modellschulstunde mit Schulbuch „Europa – Unsere Geschichte / Europa. Nasza historia“

    Lehrkräfte und Schülerinnen aus fast dreißig polnischen und deutschen Schulen nahmen im November 2023 an einem von der Kommission ausgerichteten Workshop in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau teil. Die Beteiligten konnten in einen intensiven Austausch über bewährte Praktiken in der Unterrichtspraxis in Polen und Deutschland treten. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Kapitel des deutsch-polnischen Schulbuchs „Europa – Unsere Geschichte / Europa.

  • Delegation der Kommission im Ministerium für Nationale Bildung

    Am 30. Januar 2024 nahm eine Delegation der Kommission, bestehend aus Prof. Dr. Violetta Julkowska, Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg, Dr. hab. Igor Kąkolewski, Prof. der Universität Ermland-Masuren (wissenschaftlicher Koordinator des Schulbuchprojekts auf polnischer Seite), Dr. Dominik Pick und Andrzej Dusiewicz vom WSiP-Verlag, im Bildungsministerium in Warschau an einem Gespräch mit den Staatssekretärinnen Joanna Mucha und Katarzyna Lubnauer sowie Claudia Torres-Bartyzel, Leiterin der für internationale Zusammenarbeit zuständigen Abteilung des Bildungsministeriums, teil.

  • Ein halbes Jahrhundert der Schulbuchkommission – neue Herausforderungen, neue Agenda

    Einer der Höhepunkte rund um das 50-jährige Jubiläum der Gemeinsamen Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission war die Veröffentlichung der vierbändigen deutsch-polnischen Schulbuchreihe „Europa – Unsere Geschichte / Europa. Nasza historia“. Dieses bilaterale Bildungsmedienprojekt bildet die Grundlage unserer weiteren Arbeit im Bereich der historischen Bildung. Zu den Hauptaktivitäten der Kommission in der nächsten Zeit gehören: Anpassung der Strategie zur Implementierung des Schulbuchs, Förderung der transnationalen Zusammenarbeit der Lehrkräfte sowie systematische Analyse curricularbasierter deutscher und polnischer Geschichts- und Geographieschulbücher.

  • Deutsche und polnische Lehrkräfte arbeiten zusammen 

    Der bei der Kommission angesiedelte Arbeitskreis deutscher und polnischer Lehrkräfte realisiert gemeinsame Schüleraustauschprojekte, bereitet Lehrmaterialien und Unterrichtsmodule vor und entwickelt überdies neue Methoden der transnationalen Kooperation in der schulischen Praxis. 2023 wird das nächste Jugendaustauschprojekt in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte in Krzyżowa/Kreisau unter dem Motto „Nie wieder Krieg“ durchgeführt werden; ab Herbst 2023 werden deutsche und polnische Lehrkräfte bei jährlich stattfindenden Arbeitstreffen in Krzyżowa/Kreisau tagen.

  • Neue Strategische Ausrichtung 

    Auf ihrer Präsidiumssitzung in Słubice (2.-3.06.2023) hat die Kommission über ihre weitere strategische Entwicklung beraten. Zentrale Schwerpunkte bleiben die bilaterale Forschungspraxis zu Bildungsmedien, die Förderung des deutsch-polnischen Dialogs sowie die Implementierung des gemeinsamen Schulbuchs „Europa – Unsere Geschichte“Angestrebt werden breitere Spillover-Effekte durch Kooperation mit anderen bilateralen Initiativen, die bei EFREC mitwirken. Damit soll die internationale Positionierung der Kommission weiter ausgebaut werden.

Die Schwerpunkte der Tätigkeit der Schulbuchkommission

Europäisches Geschichtsbuch

„Europa – Unsere Geschichte“ ist eine lehrplanbasierte, kompetenzorientierte Lehrwerkreihe, die eine Vielfalt von Materialien schülernah präsentiert und zu entdeckendem Lernen und eigener Urteilsbildung anregt. Gesichert in einem mehrschrittigen Entstehungsprozess unter Beteiligung von Verlagen, Bildungspraktikerinnen und -praktikern sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland und Polen setzt sie neueste Erkenntnisse der historischen und didaktischen Forschung in die Praxis um. Sie zielt dabei auf die Entwicklung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins und fördert durch strukturell angelegten Perspektivwechsel den Dialog über unterschiedliche historische Erfahrungen sowie den Umgang mit Diversität.

Lehrkräfte Arbeitskreis

Der Arbeitskreis für Lehrerinnen und Lehrer kommt regelmäßig zusammen, um Ideen zur Implementierung des gemeinsamen, mit dem im Juni 2020 erschienenen Band 4 („20. Jahrhundert“) abgeschlossenen Schulbuches „Europa – unsere Geschichte“ auszutauschen und dieses in der Praxis anzuwenden. Die Gemeinsame Deutsch-Polnische Schulbuchkommission trägt damit der dringenden Notwendigkeit Rechnung, Experten und Expertinnen aus der Schulpraxis in ihre Arbeit stärker einzubinden. Zum anderen entspricht es dem Anliegen der Lehrerinnen und Lehrer, mit ihrem Expertenwissen zur Implementierung und Weiterentwicklung des gemeinsamen Schulbuchs sowie weiterer geplanter digitaler Lehrmittel beizutragen.

Veröffentlichungen

In den ersten Jahren ihrer Tätigkeit erarbeitete die Kommission eine Reihe von Empfehlungen. 1976 wurden die „Empfehlungen für die Schulbücher der Geschichte und Geographie in der Bundesrepublik Deutschland und in der Volksrepublik Polen“ in einer deutschen und polnischen Fassung veröffentlicht. Seit Mitte der 1990er Jahre wendete sich die Kommission neuen Themen zu. Im Rahmen dieser Neuorientierung erarbeitete die Kommission 2001 einen neuen Grundlagentext (Lehrerhandreichung), der die alten „Empfehlungen“ für den Geschichtsunterricht ergänzte bzw. ablöste. Die geographische Sektion der deutsch-polnischen Schulbuchkommission verabschiedete 2001 „Hinweise zur Behandlung Deutschlands und Polens in den Geographieschulbüchern beider Länder" Die Kommission hat die meisten ihrer Konferenzen publiziert, viele davon auf Deutsch und Polnisch.